Drucken

Palmöl. Wir kommen ohne aus

Palmoelplantage


Die Ölpalme ist eine der energieeffizientesten Pflanzen überhaupt, ihr Fruchtfleisch besteht zu 50 % aus Palmöl. Dieses findet bei der Herstellung von Biokraftstoff, in der Lebensmittelindustrie und in der Kosmetikbranche Verwendung. Es besitzt einzigartige Eigenschaften, die sich nur schwer durch andere Öle ersetzen lassen, und ist obendrein sehr preiswert. Warum also darauf verzichten? 

Palmöl ist der Regenwaldkiller schlechthin. Die Ölpalme gedeiht nur in den feuchtwarmen Gebieten, in denen sich die Zonen mit der größten Artenvielfalt und mit globaler Bedeutung für den Klimaschutz befinden: denen des tropischen Regenwalds.

Riesige Flächen werden gerodet, um Platz zu schaffen für gigantische Monokulturen; der Holzverkauf deckt die Investitionskosten der Erzeuger. Zahlreiche gefährdete oder sogar endemische Pflanzen- und Tierarten (beispielsweise Orang-Utans auf Borneo und Sumatra oder Schimpansen in Kamerun) verlieren ihre Heimat, häufig werden sogar Kleinbauern von ihrem Land vertrieben. In ihrer Not schaffen sie sich dann neue Flächen mittels Brandrodung.

Auch das RSPO-Siegel für nachhaltiges Palmöl dient oft nur dem Greenwashing, dem Aufpolieren des Images. Der Handel mit dem Label floriert, Gutachten werden gekauft, Gesetze missachtet. Die Kontrollen sind völlig unzureichend.

Nicht zuletzt gibt es klare Zusammenhänge zwischen der Zerstörung natürlicher Lebensräume und Rückzugsgebiete von Wildtieren und dem Auftreten neuer Infektionskrankheiten mit einer Übertragung vom Tier zum Menschen und umgekehrt. 

Aus all diesen Gründen lehnt Feinste Seifen die Verwendung von Palmöl in seinen Produkten konsequent ab.